Wer heute arbeitet, weiss: Die Grenzen zwischen «privat» und «geschäftlich» verschwimmen - spätestens dort, wo man Geschäftsdaten schnell ins Notion-Privatkonto lädt, ChatGPT um eine schönere Formulierung bittet oder eine Präsentation lieber im Google Drive speichert, «weil’s bequemer ist».

Das Resultat: Shadow Data und Shadow AI - zwei Phänomene, die so unsichtbar wie gefährlich sind. Und die wir in Schweizer Unternehmen immer häufiger beobachten.

Dieser Blog beleuchtet, was genau dahintersteckt, wo die Risiken liegen, warum «Verbot» keine Lösung ist und wie Meeting Metrics daran arbeitet, eine sichere Alternative zu bieten.

Was ist Shadow Data?

Shadow Data bezeichnet Geschäftsdaten, die ausserhalb der offiziellen, kontrollierten Systeme eines Unternehmens landen - meistens unbeabsichtigt, oft aus Effizienzgründen.

Typische Beispiele:

  1. Meeting-Notizen werden im privaten OneDrive gespeichert
  2. Kundeninfos landen in privaten ChatGPT-Accounts
  3. Dokumente werden auf USB-Sticks übertragen
  4. Screenshots wandern in private WhatsApp-Gruppen
  5. Präsentationen werden in Tools hochgeladen, die nicht freigegeben sind

Kurz gesagt: Daten verlassen die sichere Unternehmensumgebung und niemand weiss genau, wo sie hingehen oder wie sie verarbeitet werden.

Warum passiert das?

Die Gründe sind so menschlich wie pragmatisch:

1) Mitarbeitende wollen effizient arbeiten

Wenn interne Tools zu langsam, eingeschränkt oder kompliziert sind, suchen Menschen Alternativen, die schneller, einfacher und moderner wirken.

2) KI-Tools sind privat schneller verfügbar

GenAI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude lassen sich privat in Sekunden nutzen - geschäftlich dagegen oft erst nach langen IT-Freigaben.

3) Fehlende interne Alternativen

Wenn moderne Tools nicht offiziell bereitgestellt werden, entstehen automatisch Schattenlösungen.

4) «Nur kurz schnell…»

Ein klassischer Satz, der in vielen Firmen zu sehr langen Datenproblemen führte.

Shadow AI: Das neue Geschwister von Shadow Data

Mit der Verbreitung von generativer KI ist ein neuer Begriff entstanden:

Shadow AI

Das bezeichnet die Nutzung von KI-Tools ausserhalb des offiziellen Unternehmensökosystems, oft mit sensiblen Daten.

Swisscom bezeichnet Shadow AI klar als Risiko:

«Shadow AI ist ein Risiko für die Datensicherheit und Compliance eines Unternehmens.»
– Beni Eugster, Cloud Operation & Security Officer, Swisscom

Laut Microsoft Work Trend Index (2024) nutzen rund 80% der GenAI-Anwender Tools über private Accounts ohne Freigabe, oft ohne Bewusstsein übers Risiko.

Was macht das so gefährlich?

  1. Business-Daten landen in KI-Tools, deren Speicherort unbekannt ist
  2. Daten können in Trainingsmodellen weiterverwendet werden
  3. Compliance (z. B. DSG / revDSG) kann verletzt werden
  4. IT-Abteilungen haben keine Transparenz und keine Kontrolle
  5. Daten lassen sich nicht mehr sicher löschen

Viele Firmen merken erst im Incident-Fall, dass Daten irgendwo verarbeitet wurden, wo sie nie hätten hingehören.

Die Risiken von Shadow Data & Shadow AI

Hier ein kurzer Überblick, welche Risiken Schweizer Unternehmen laut Forschung, Swisscom Threat Radar & Marktanalysen besonders betreffen:

1) Kontrollverlust

Mitarbeitende wissen nicht, wohin die Daten gehen.

Die IT weiss es noch weniger.

2) Verstoss gegen Datenschutzrecht (revDSG)

Sensible Daten dürfen die Schweiz nicht ohne rechtliche Grundlage verlassen.

Viele KI-Tools tun aber genau das – oft unbemerkt.

3) Datenlecks & Reputationsschäden

Gerade bei Kundendaten, internen Strategien, Roadmaps oder Personalthemen kann ein Datenabfluss gravierende Folgen haben.

4) Nutzung für Modelltraining

Viele freie KI-Tools behalten Nutzerdaten oder verwenden sie für Trainingszwecke.

5) Operative Risiken

  1. Mehrfache Versionen
  2. Fehlerhafte Daten
  3. Wissensverlust
  4. Keine Nachvollziehbarkeit

All das führt zu ineffizienten Prozessen und steigert langfristig die Kosten.

Warum Verbote nicht funktionieren

Swisscom formuliert es treffend:

«Mitarbeitende wollen KI-Tools nutzen, ob der Arbeitgeber diese zur Verfügung stellt oder nicht.»

Deshalb brauchen Firmen kontrollierte Alternativen, keine roten Listen.

Wie Meeting Metrics eine sichere Alternative schafft

Wir beobachten täglich, dass Nutzer Meeting-Zusammenfassungen oder Protokolle in externe GPTs kopieren, um:

  1. E-Mails zu formulieren
  2. Reports zu schreiben
  3. Inhalte zu analysieren
  4. Follow-ups vorzubereiten
  5. Informationen zusammenzuziehen

Das ist verständlich. Es ist schnell. Es ist praktisch. Aber es ist auch riskant.

Darum entwickeln wir bei Meeting Metrics eine Lösung, die genau dieses Problem adressiert - ohne dass Daten die Schweiz verlassen.

Die neue Meeting-Metrics-Chatfunktion: Sichere KI in der Schweiz

Unsere kommende Chatfunktion ermöglicht Folgendes:

1) KI-Verarbeitung & Speicherung in der Schweiz

Daten bleiben ausschliesslich in Schweizer Rechenzentren.

Kein Export. Keine Nutzung für externes Training.

2) Fragen zu einzelnen Meetings

„Was waren die Hauptentscheidungen?”

„Gib mir eine kurze Zusammenfassung.”

„Erstelle mir daraus ein E-Mail an den Kunden.”

3) Und neu: Fragen zu ganzen Ordnern

Das ist ein echter Gamechanger.

Mitarbeitende können künftig:

  1. ganze Ordner mit Meeting-Zusammenfassungen
  2. Protokolle über mehrere Monate
  3. Präsentationen & Arbeitsdokumente

als Wissensbasis nutzen.

Beispiele:

  1. „Was waren die wichtigsten Risiken aus allen Steering Committees 2025?“
  2. „Wie hat sich der Projektfortschritt laut den letzten 10 Meetings entwickelt?“
  3. „Erstelle mir eine Executive Summary basierend auf den letzten drei Monaten Kundenfeedback.“

Damit verwandeln sich Meeting-Inhalte in eine unternehmensweite, sichere, langfristige Wissensquelle.

Die Chance: Von Shadow Data → Secure AI Workspace

Shadow Data und Shadow AI entstehen, weil Mitarbeitende effizient arbeiten wollen.

Statt dies zu verhindern, bauen wir eine Lösung, die:

  1. moderne KI-Funktionen bietet
  2. Schweizer Datenschutz garantiert
  3. Datenhoheit sichert
  4. und echte Workflows unterstützt

Ein sicherer KI-Arbeitsplatz ohne Schattenseiten.


Shadow Data und Shadow AI werden nicht verschwinden. Aber wie Unternehmen damit umgehen, entscheidet über Sicherheit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Mit Meeting Metrics schaffen wir eine Alternative, die moderner, sicherer und praxisnäher ist als jede Schattenlösung. Damit Geschäftsmeetings, Protokolle und interne Dokumente genau dort bleiben, wo sie hingehören: unter Kontrolle, in der Schweiz und gleichzeitig intelligent nutzbar.

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